Pilotprojekt Digitale Bildung – ein Zwischenbericht

Seit Beginn des Schuljahres bildet sich ein Teil des Kollegiums der STS Am Heidberg im Bereich digitale Medien fort (hier gehts zum Konzept). In fünf Modulen mit je drei Sessions beschäftigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Herausforderungen und Möglichkeiten der digitalen Technologie für die Schule. Bisher gab es sieben Sessions (von insgesamt 15) – Zeit für ein Zwischenfazit.

Im ersten Modul dieser Fortbildungsreihe haben sich die KuK mit den „Medienwelten“ der SuS befasst. Dazu wurden u.a. Ergebnisse der JIM-Studie analysiert und Alltagserfahrungen diskutiert. Besonders der gemeinschaftliche Austausch über digitale Medien und deren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche war für viele Teilnehmer wichtig. Nicht jede Frage konnte beantwortet werden, aber darum ging es auch nicht, es ging und geht um eine sachliche Annäherung an ein gesellschaftlich-technologisches Phänomen, dem sich Schule lange verschlossen hat.

Besonders bereichernd fanden die KuK den Austausch mit Jugendlichen, die in der zweiten Session für etwa 45 Minuten in die SchiLF kamen, um in Kleingruppen Fragen zu ihren Mediennutzungsgewohnheiten zu beantworten. Die KuK waren von der reflektierten Haltung der 10.-Klässler sowie deren Pragmatismus und Kompetenz in Bezug auf digitale Medien beeindruckt.

Im zweiten Modul stand das Thema „Herausforderungen“ im Mittelpunkt. In drei Sessions setzten sich die TeilnehmerInnen mit Fragen zu Datenschutz und Datensparsamkeit, Urheberrecht, Identitätsdiebstahl und Cyber-Mobbing auseinander. Für die Session Datenschutz & Urheberrecht konnten wir Ingo Kriebisch vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung gewinnen. Zum Thema Cyber-Mobbing besuchte uns Kaj Buchhofer von der Beratungsstelle Gewaltprävention der Behörde für Schule und Berufsbildung. Beide Referenten wurden von den TeilnehmerInnen als gewinnbringend eingeschätzt.

SchiLF Digitale Bildung

Wie nutzt man Tablets sinnvoll im Unterricht? Eine Frage, die in der SchiLF Digitale Bildung beantwortet wird.

Das dritte Modul, das nach den Weihnachtsferien begonnen hat, hat den Schwerpunkt „Digitale Werkzeuge“. In der ersten Session testeten die KuK in Kleingruppen verschiedene Tools zum Sammeln von Ideen, zum Strukturieren, zum Visualisieren und zum Präsentieren. Diese Tools wurden dann von den KuK vorgestellt und im Hinblick auf ihre Unterrichtstauglichkeit bewertet.

Bisher sind viele kleine digitale Produkte in der Fortbildung entstanden, z.B. mBooks, Erklärvideos, Audio-Podcasts, eine Sway-Präsentation sowie ein Blog zur Fortbildung.

Das sagen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (ausgewählte Zitate aus dem Feedback vom Dezember):

Beschreibe bitte die SchiLF Digitale Bildung in einem Satz:

Die digitale Fortbildung bringt mich weiter.

Man lernt viele praktische Tipps kennen, die Unterrichtsinhalte an die „Schülerwelt“ anzuknüpfen.

Interessante Themen in netter Atmosphäre trotz der späten Uhrzeiten.

Digitale Medien neu kennenlernen, sich darüber austauschen und praktisch umsetzen.

Das finde ich besonders gut:

Besonders gut gefällt mir die praktische Umsetzung des Gelernten.

Mir gefällt das Arbeitsklima. Ich finde es sehr lernförderlich, dass fast immer Gelgenheit ist, sich an den gelernten Inhalten selbst zu probieren.

Das Kennenlernen neuer Webtools.

Lernen mit KollegInnen macht Spaß.

Das könnte verbessert werden:

Kompakttage oder eine Verlängerung der Arbeitstreffen von zwei auf drei Stunden würde ich gut finden. So veringert sich die Anzahl der Termine und man kann etwas intensiver an einem Thema arbeiten.

Mein Zwischenfazit: Es macht Spaß, sich mit den KuK gemeinsam auf den digitalen Weg zu machen und die Möglichkeiten und Herausforderungen zu erkunden. Das kontinuierliche gemeinsame Lernen vor Ort verhindert, dass Fortbildungseffekte schnell verpuffen und ist somit nachhaltiger als externe, singuläre Veranstaltungen. Ich kann es nur jeder Schule empfehlen, solch eine Fortbildungsreihe zu implementieren.

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